Kinderlieder · Schlaflieder
Sandmännchen (Die Blümelein, sie schlafen)
Die erste Strophe des traditionellen Schlaflieds „Sandmännchen“ begleitet Kinder sanft in die Nachtruhe.
Liedtext
Die Blümelein, sie schlafen
schon längst im Mondenschein,
sie nicken mit den Köpfen
auf ihren Stängelein.
Es rüttelt sich der Blütenbaum,
es säuselt wie im Traum:
Schlafe, schlafe,
schlaf du, mein Kindelein.
Herkunft
Der Text wird Anton Wilhelm von Zuccalmaglio zugeschrieben und wurde 1840 veröffentlicht (19. Jahrhundert). Die Melodie ist als Volksweise überliefert; Johannes Brahms bearbeitete das Lied 1858 für seine Sammlung „Volks-Kinderlieder“. Text und traditionelle Melodie sind gemeinfrei. Da spätere Strophen in unterschiedlichen Fassungen kursieren, steht hier nur die erste Strophe.
Bedeutung
Das Lied malt ein friedliches Bild der Nacht: Blumen schlafen im Mondlicht und lassen ihre Köpfe sinken. Der leise bewegte Blütenbaum scheint schon zu träumen. Diese vertrauten Naturbilder laden auch das Kind ein, zur Ruhe zu kommen. Die wiederholte Aufforderung „Schlafe“ wirkt dabei wie ein liebevoller Zuspruch. Singt das Lied langsam, leise und ohne Eile, zum Beispiel beim abendlichen Kuscheln oder am Bett. Zwischen den Zeilen darf eine kleine Atempause entstehen. Kinder können die Schlusszeilen mitsingen oder einfach zuhören. Wichtig ist nicht ein perfekter Vortrag, sondern eine geborgene, entspannte Stimmung.
Spielidee
Die Kinder spielen Blumen: Sie wiegen sich sanft und lassen beim Einschlafen der Blümelein langsam die Köpfe sinken. Zum Schluss legen sie die Hände wie ein Kissen an die Wange.